Waldhaus Buch

Lange verlassen, durch die vergitterten Fenster fällt gedämmtes Sonnenlicht. Die Geschichte reicht  durch Krankheit, Wahnsinn und noch dunklere Teile der Geschichte. Zuletzt wurde das Gebäude von einigen Filmcrews genutzt.

 

Architektur:  ★

Einrichtung: 

Zugang:          ★★

 

Das Sanatorium wurde um 1900 gebaut und diente anfangs den Lungenkranken aus den Großstädten zur Genesung. Tuberkulose war zu dieser Zeit eine schwere Krankheit die grade in der Arbeiterschicht um sich griff. In dem Sanatorium sollten die Kranken, die Ruhe und saubere Luft genießen damit sie wieder genesen konnten.

 

Viele Jahre wurde dieses Modell so weitergenutzt bis zum 3. Reich. Die Regierung änderte sich und damit auch die Prioritäten des Sanatoriums. Waldhaus Buch gehört zu einem größerem Komplex das noch weitere Krankenhäuser in der Umgebung umfasst. Während der Nazizeit wurden sogenannte "ungewollte Existenzen" dorthin abgeschoben. Die Gesundheit des Menschen stand nicht mehr an erster Stelle, sondern das Gegenteil war der Fall. Von hier wurden über die Jahre mehr als 1000 Menschen nach Brandenburg an der Havel verbracht und vielen so dem Euthanasie Programm des dritten Reichs zum Opfer. Das war aber noch nicht der dunkelste Punkt in der Geschichte dieses Komplexes. Die umgebenden Krankenhäuser waren führend auf dem Gebiet der Hirnforschung. Das kam nicht ohne Opfer, viele der Patienten wurden als Studienobjekt genutzt und mussten so ihr Ende finden.

 

Ab 1942 gab es dann wichtigere Verwendungszwecke unter anderem als Lazarett für Kriegsverletzte. Nach Kriegsende wurde das Gebäude in eine Klinik für Orthopädie und Rehabilitation umgewandelt. 

 

Seit 1992 steht das Gebäude leer und wird zeitweise für Filmproduktionen genutzt.