Flugplatz Rangsdorf

Einer der ersten internationalen Flugplätze von Berlin und umrankt von vielen Geschichten liegt der Flugplatz nun vergessen und verwildert kurz vor Berlin.

 

Architektur:  ★

Einrichtung: 

Zugang:          ★★

 

Die Bücker Flugzeugwerke die bekannt für ihre Sport- und Leichtflugzeuge waren nutzen das Gelände ab 1935. Ein Jahr später wurde der Flughafen ausgebaut damit er als Verkehrs- und Sportflugplatz während der olympischen Sommerspiele in Berlin dienen konnte. Berühmtheiten wie Beate Uhse, sie lernte hier mit 17 Jahren das Fliegen und arbeitete in den Bücker Werken. Heinz Rühmann war auch ein oft gesehener Gast. Zeitweise war der Flugplatz Rangsdorf eine Außenstelle des Tempelhofer Flugplatzes. Dieser wurde wurde kriegsbedingt gesperrt da man Bombenangriffe fürchtete und die Fluggäste wurden mit einem Bus von Tempelhof nach Rangsdorf gebracht.

 

Ab 1940 wurde Rangsdorf nur noch militärisch als Fliegerhorst genutzt. Die wohl bekannteste Geschichte während dieser Zeit war wohl das Attentat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg der von Rangsdorf aus startete um das Attentat auf Hitler zu verüben. Er startete Morgens Richtung Wolfsschanze, als er gegen Nachmittag zurückkehrte verkündete er "Hitler ist tot". Leider war dieser nur verletzt und Staufenberg wurde kurze Zeit später festgenommen und noch am selben Abend hingerichtet.

 

Nach Kriegsende übernahm die Rote Armee das gesamte Gelände und nutzte es als Luftwaffenstützpunkt. Bis zum Abzug der sowjetischen Truppen blieb der Flugplatz Sperrgebiet. Erst 1992 durften Zivilisten das Gelände im Zuge einer Deutsch Russischen Begegnung betreten. Für einige Jahre wurden Teile des Geländes als Museum genutzt das heute geschlossen ist und die Gebäude verfallen nun.